Ihr m├╝sst komisch sein, ihr m├╝sst komisch sein, ­čĆü ihr m├╝sst komisch sein!

You have to be funny, you have to be funny, you have to be funny.

Akt4: STRAPSHARRYS AUTODROM UND DREAMBOYS LACHB├ťHNE

Akt4: STRAPSHARRYS AUTODROM AND DREAMBOYS LACHB├ťHNE

Autofahren ohne F├╝hrerschein: Harry Troste, besser bekannt als Strapsharry, war eine schillernde Szenefigur im West-Berlin der 1980er-Jahre. Er f├╝hrte nicht nur ein Autodrom auf dem Areal der heutigen Topografie des Terrors, er unterhielt auch die Dreamboys Lachb├╝hne ÔÇô ein wichtiges Sprungbrett f├╝r Dragk├╝nstler*innen der damaligen Zeit. Zeit seines 94-j├Ąhrigen Lebens war Strapsharry ein Meister der ironischen Selbstinszenierung und einer der wenigen offen queer lebenden Entrepreneure der Stadt. Im H├Ârbild erinnern sich die ehemalige Performerin Andrea Mohr und der Lachb├╝hnen-Stammgast Axel an Strapsharry und sein Wirken zwischen schrillem Cabaret und schrottreifen Autos.


Driving a car without a license: Harry Troste, better known as Strapsharry, was a dazzling scene figure in 1980s West Berlin. Not only did he run an autodrome on the site of today's Topography of Terror, he also ran the Dreamboys Lachb├╝hne - an important springboard for drag artists of the time. Throughout his 94-year life, Strapsharry was a master of ironic self-dramatization and one of the city's few openly queer entrepreneurs. In the audio portrait, former performer Andrea Mohr and Lachb├╝hnen regular Axel remember Strapsharry and his work between trashy cabaret and junky cars.

Directed by/Regie: POLIGONAL With Voices/Stimmen von: Andrea Mohr, Axel Klein Ausschnitte aus DVD/Extracts DVD "Harry Troste feiert seinen 89 Geburtstag" aus dem Archiv des Schwules Museum Berlin/from the Schwule Museum archive.
Sound und Post-produktion/ Ton und Technik Tobias Purf├╝rst


Audio Transkript DE

[00:00:06] Kommen Sie rein. Sind schon richtig. Wenn wir schneller wollen damit. Guten Abend.

Andrea [00:00:31] Mein Name ist Andrea Mohr. Ich bin zwei Jahre bei Strapsharry in Dreamboys Lachb├╝hne aufgetreten.

Axel [00:00:38] Also ich bin Axel. Ich bin ein geborener Westberliner.

Andrea [00:00:42] Hab vorher im Service gearbeitet oder an der Garderobe und Licht. Ich habe da einige Jobs durchgemacht an der Lachb├╝hne und bin also dann im Endeffekt auf der B├╝hne kleben geblieben.

Axel [00:00:54] Bin Geburtsjahrgang 61, also hatte ich ungef├Ąhr mein Coming out in Berlin, so um 1978/79.

Andrea [00:01:04] Mache diese Auftritte eigentlich noch heute aber nicht mehr in der Lachb├╝hne.

Axel [00:01:08] Und deswegen kannte ich nat├╝rlich viele Kneipen und Discos im alten Westberlin.

Andrea [00:01:15] Ich nenne mich Miss Mandy und mit meinem Partner zusammen nennen wir uns die Fab Sisters von Fabulous.

[00:01:27] Orginalmusik aus der Lachb├╝hne

Andrea [00:01:32] Wir waren sehr unterschiedliche K├╝nstler. Es waren au├čer mir noch zwei weitere Frauen auf der B├╝hne, so wie im Chez Nous oder so was. Mit viel Federn oder so was war es nicht. Es war einfach eine B├╝hne f├╝r K├╝nstler, die schauen wollten, ob sie f├╝r die B├╝hne geeignet sind.

Axel [00:01:47] Also Strapsharrys B├╝hnen waren ja dann doch eher so ein bisschen trashig und war f├╝r viele dann eher so ein Sprungbrett in der Hoffnung, dass sie f├╝r irgendeinen anderen Laden entdeckt werden.

Andrea [00:01:57] 83 oder 84 habe ich angefangen bei ihm und dann war ich bis 86 oder 87 bei ihm in der Lachb├╝hne. Sagen wir mal so ich bin Harry sehr dankbar, dass er mir die Chance gegeben hat. Als ich ihn kennengelernt habe, hatte ich einen Wahnsinnsrespekt vor ihm. Wir haben dienstags immer Proben gehabt, da bin ich dann mal zu ihm hin und habe ihm gesagt Du, ich w├╝rde gerne mal hier auftreten und kann ich dir mal was zeigen? Und er ja, hast du denn was da? Da meinte ich na ja, ich m├╝sste mich ja schminken. Ja, dann mach dich mal fertig. Ja, und dann war ich fertig und habe dann meinen Memories auf der B├╝hne performt. Und dann war ich fertig. Und das war dann Totenstille. Und ich hab gedacht, Gott kann es einfach nur ganz wieder nach Hause fahren, weil es sagte keiner was. Die sa├čen da alle drei und haben mich blo├č angeguckt und haben nichts gesagt. Und dann stand ich da und nun? Ja, nat├╝rlich bist du dabei. Ja und meinte Harry dann gehste mal hoch zur Technik und guckst mal, dass du noch vier St├╝cke dazu kriegst, die du bis dahin drauf hast. Das hat er mir einfach zugetraut und das fand ich irre. Ja, ich war bis zu diesem Zeitpunkt noch nie auf einer B├╝hne gewesen. Und zwar musste ich da mit einem rot wei├č gestreiften Badeanzug wie in 1900 rum die Leute getragen haben, mit Luftballons vorne und hinten drin auf die B├╝hne kommen. Aber die Luftballons wurden mir dann im Laufe der paar Minuten dann kaputt gemacht. Es war das Opening. Ich war so hei├č darauf, auf die B├╝hne zu gehen, aber ich bin rausgekommen, habe die Scheinwerfer gesehen, hab die Leute vor mir gesehen, bin erstarrt. Und dann hat mich irgendeiner von hinten geschubst und dann war wieder gut. Dann habe ich weitergemacht und dann ging es.

[00:03:36] Ich m├Âchte mich jetzt schon daf├╝r entschuldigen was ich heute Abend so alles plauder. Ich quatsche sehr viel, sehr viel M├╝ll. und dabei bin ich nicht einmal blond.

Andrea [00:03:46] Ihr m├╝sst komisch sein, Ihr m├╝sst komisch sein, ihr m├╝sst komisch sein. Wir haben es damals nicht verstanden. Wir wollten alle sch├Ân sein. Heute verstehe ich sehr gut, dass die Leute halt gerne lachen wollen und nicht nur was Sch├Ânes sehen wollen. Dass wir uns da nat├╝rlich dann ├╝ber eben ge├Ąrgert haben, wenn wir so nach hinten getobt haben. Dann haben wir eine Handtasche gehabt, da haben wir dann irgendwas reingepackt, dann hat er die richtig ├╝ber den Sch├Ądel geb├╝gelt bekommen, dann war er hinterher aber ziemlich ruhig. Er hat mich ja auch in der Zeit, wo ich bei ihm gewesen bin, sieben Mal rausgeschmissen und sieben Mal wiedergeholt, weil ihm aufgegangen ist, dass ich eine Frau bin, dass ich da eigentlich bei ihm auf der B├╝hne gar nichts zu suchen habe. Und dann sieben mal wieder feststellen, Mist die fehlt aber, die brauchen wir, weil die so viele Playbacks kennt. Dann hat er mich jedes Mal wiedergeholt.

Strapsharry [00:04:32] Ich bin der einzigste auf der Welt wahrscheinlich. Ich glaube nicht, dass es einen Menschen gibt, der den Mut aufbringt, in Strapse auf der Stra├če rumzulaufen.

[00:04:41] Zumindest unter den M├Ąnnern ist Strapsharry da eine Ausnahme. Aber ist das wirklich erotisch?

Andrea [00:04:50] Harry war wirklich ein Original.

Axel [00:04:53] Er war so ein Berliner Unikum. Der tauchte ├╝berall mit seinen Jungs auf.

Andrea [00:04:58] Er ist schon aufgefallen durch sein Auftreten.

Axel [00:05:02] In der Kleidung. Heute w├╝rde man sagen, er hatte so was wie Corporate Identity oder sein Markenzeichen.

Andrea [00:05:07] Ich habe ihn immer nur Sommer wie Winter, in kurzen Hosen, kurzen wei├čen Shorts, T Shirt, roten Str├╝mpfen und Strapsen gesehen.

Axel [00:05:16] Er lief ja immer in so abgeschnittenen wei├čen Jeans rum und hatte dazu dann immer rote, meistens rote. So was wie ein Strick Strumpf mit so Strapshaltern.

Andrea [00:05:26] Hintergrund daran war er war als Kind bei den Pfadfindern und die sind bei einer Wanderung in den Regen gekommen und sind an einem Kloster h├Ąngen geblieben. Und die Nonnen, die wussten sich nicht anders zu helfen, als dass sie den Jungs trockene Sachen von sich gegeben haben. Und das waren dann rote Str├╝mpfe mit Strapsen. Und bei diesen Str├╝mpfen ist er dann h├Ąngengeblieben, und der ist also selbst bei zehn Grad minus mit diesen Str├╝mpfen rumgelaufen.

Axel [00:05:55] Wer da arbeitete in dem Laden, seine Jungs, die waren dann meistens, so wei├č ich was, 18 19 20 25, die mussten dann auch in dem Laden gearbeitet haben und mit ihm unterwegs waren, mussten die auch immer alle das gleiche Outfit anhaben. Die sahen dann immer so aus wie die f├╝nffachen Jacob Sisters.

Andrea [00:06:12] Also er hat uns auch ab und zu mal zu sich nach Hause eingeladen oder Essen gemacht und hatte dann immer sein M├Ąuschen mit dabei, seine Freunde, die er hatte. Das war immer M├Ąuschen, M├Ąuschen, Micha oder M├Ąuschen wei├č ich nicht. Und M├Ąuschen Micha hat er ziemlich lange gehabt. Das waren dann immer recht junge Typen, die sch├Ątzungsweise Anfang Mitte 20 waren, mit denen er dann zusammengewesen ist. Er fand halt junge M├Ąnner toll (lacht).

Axel [00:06:42] Er ist nie, soweit ich mich erinnern kann, er ist nie alleine durch die Gegend gezogen. Ich glaube, er hat auch ein relativ auff├Ąlliges gro├čes Auto gehabt und mit dem fuhr er dann immer, ich w├╝rde sagen, so ein bisschen Werbetour. Und das war nat├╝rlich auff├Ąllig, wenn er mit seinen drei, vier Begleitern da immer auftauchte. Und das waren nat├╝rlich auch gerade die ├Ąlteren Schwulen. Sch├Ân, wenn er dann als alter Schwuler mit lauter jungen Burschen da ankam und die dann immer relativ schrill gekleidet waren und auch so ein bisschen rum getuntet haben.

[00:07:20] Autobrummen.

Axel [00:07:21] Am Anhalter Bahnhof war ja sein Autodrom. Der hatte zwei Standbeine. Das eine hatte gar nichts mit schwulem Leben zu tun. Das kannte ich sogar schon als Kind, wenn ich da mit meinem Vater vorbeigefahren bin. Da hat er gesagt: Hier kannst du Auto fahren ohne F├╝hrerschein.

Andrea [00:07:35] Wie lange Harry das gehabt hat, das kann ich gar nicht sagen. Dar├╝ber hat er nicht gesprochen, auch mit der Disko. Die war dann irgendwann einfach nicht mehr. Und dann war's das. Der hat es ganz schwer getrennt.

Axel [00:07:47] Also ich wusste, viele Leute sind da hingefahren mit dem Auto. Der sa├č dann auch manchmal vormittags an der Kasse. Das konnte man dann schon von au├čen sehen. Also nachher, wo ich wusste, dass er schwul ist. Dann hat man nat├╝rlich auch mal geguckt, was macht er da in diesem Ding? Und er sa├č dann ab und zu da in seinen Strapsen da an der Kasse und hat vormittags den Laden gemacht und abends ist er dann in seine schwulen L├Ąden gegangen. Er hat ja auch noch eine Disco gehabt. Also es gab irgendwelche Bretterbuden auf diesem Autodrom, weil das Autodrom war ja eigentlich auf einem Gel├Ąnde, was ein Tr├╝mmergrundst├╝ck war, eigentlich ein totes Niemandsland. Das einzige was da auch noch um die Ecke war, es gab auch noch die erste schwule Sauna in Berlin, die Apollo Sauna. Die hatten ihren ersten Laden da auch noch gegen├╝ber. Deswegen waren in dieser Ecke dann auch ab und zu mal Schwule. Aber das Autodrom war ja keine schwule Veranstaltung.

[00:08:37] Von Anfang an in seiner Laufbahn und Karriere. Freuen Sie sich mit mir auf eine Zarah Leander Parodie vorgeschlagen. Vorgetragen und dargeboten von Ihrem unserem Strapsharry. Zarah Leander.

[00:09:02] Originalmusik Lachb├╝hne: Zarah Leander. Ich wei├če es wird wieder mal ein Wunder geschehn.

Andrea [00:09:10] Also die original Lachb├╝hne, die war in der Bundesallee. Dieser Flachbau. Harry hat die Lachb├╝hne in der Bundesallee verloren, weil er die Pacht nicht mehr gezahlt hat. Haben Sie ihm gek├╝ndigt. Das war sehr schade, weil war wirklich ein toller Raum und passten 100 Leute rein. Und als Harry dann aus dem Haus raus musste, sind wir zum Anhalter Bahnhof gezogen. In dieses Hochhaus, das war dann ziemlich weit oben. Da habe ich dann nach dem Mauerfall eine Show oben gehabt und habe dann da das Feuerwerk am Brandenburger Tor sehen k├Ânnen. Das war schon genial. Ja, dann waren wir unter anderem auch ein oder zweimal am bei Walter Schreiber Platz. Da hat Harry eine Hard Rock Disco gehabt. War der totale Kontrast zu den ganzen Travestie Geschichten, die Harry gemacht hat. Es war wirklich richtig Hard Rock und da hatten wir so ein bisschen Bedenken, als wir da auftreten sollten, ob wir da verhauen werden oder ob das ankommt. Das zweite ist passiert, es ist es angekommen und wir hatten einen riesen tollen Abend. Ja, dann waren wir auch mal am Flughafen Tempelhof, da war Harry schon ├╝ber 90 und ansonsten war das das nachher... Zum Schluss sind wir sogar ins Umland gefahren, weil wir da gebucht worden sind. Aber das war dann eigentlich nicht mehr die Lachb├╝hne.

[00:10:20] Zarah Leander Fade-out.


Audio Transcript EN

[00:00:06] Come on in. You're right. If we want to go faster with it. Good evening

Andrea [00:00:31] My name is Andrea Mohr. I performed on Dreamboy's stage with Strapsharry for two years.

Axel [00:00:38] So I'm Axel. I was born in West Berlin.

Andrea [00:00:42] I worked in the service department before or in the cloakroom and lighting. I did a few jobs there at the Lachb├╝hne and ended up stuck on stage.

Axel [00:00:54] I was born in 61, so I had my coming out in Berlin around 1978/79.

Andrea [00:01:04] Actually, I'm still doing these gigs today, but not at the Lachb├╝hne anymore.

Axel [00:01:08] And that's why I knew a lot of bars and discos in old West Berlin, of course.

Andrea [00:01:15] I call myself Miss Mandy and together with my partner we call ourselves the Fab Sisters from Fabulous.

[00:01:27] Original music from the Lachb├╝hne We were very different artists.

Andrea [00:01:34] There were two other women on stage besides me, like in Chez Nous or something like that. It wasn't with a lot of feathers or anything like that. It was simply a stage for artists who wanted to see if they were suitable for the stage.

Axel [00:01:47] So strapsharry's stages were a bit trashy and for many people it was more of a springboard in the hope that they would be discovered for some other shop.

Axel [00:01:57] I started with him in 83 or 84 and then I was with him in the Lachb├╝hne until 86 or 87. Let's just say I'm very grateful to Harry that he gave me the chance. When I met him, I had a huge amount of respect for him. We always had rehearsals on Tuesdays, so I went to him and told him that I would like to perform here and can I show you something? And he yes, do you have anything there? I said well I would have to put on makeup. Yeah, get ready then. Yes, and then I was done and then I performed my Memories on stage. And then I was done. And then was dead silence. And I thought God could just drive it home all the way back because no one said anything. All three of them sat there and just looked at me and didn't say anything. And then I stood there and now? Yes, of course you're in. Yes and said Harry then go up to technology and see that you can get four more pieces that you have mastered by then. He simply trusted me to do that and I thought it was crazy. Yes, I had never been on stage before. And I had to walk around wearing a red and white striped bathing suit like in 1900 and come on stage with balloons in the front and back. But the balloons were then popped for me in the course of a few minutes. It was the opening. I was so excited to get on stage, but I came out, I saw the headlights, I saw the people in front of me, I froze. And then someone pushed me from behind and then it was good again. Then I moved on and then I left.

[00:03:36] I'd like to apologize in advance for all the talk I've been having this evening. I talk a lot, a lot of rubbish. And I'm not even blonde.

Andrea [00:03:46] You must be funny, you must be funny, you must be funny. We didn't understand it back then. We all wanted to be beautiful. Today I understand very well that people just want to laugh and not just want to see something nice. That, of course, we were annoyed when we raged backwards like that. Then we had a handbag, we put something in it, then he got it ironed over his head correctly, but then he was pretty quiet afterwards. He also threw me out seven times during the time I was with him and brought me back seven times because he realized that I was a woman, that I actually had no business with him on stage. And then find out seven times again, crap but it's missing, we need it because she knows so many playbacks. He then brought me back every time.

Strapsharry [00:04:32] I'm probably the only one in the world. I don't think there is anyone who has the courage to walk around the street in suspenders.

[00:04:41] Strapsharry is an exception, at least among men. But is that really erotic?

Andrea [00:04:50] Harry was truly an original.

Axel [00:04:53] It was such a unique piece in Berlin. He showed up everywhere with his boys.

Andrea [00:04:58] He has already stood out due to his appearance.

Axel [00:05:02] In clothes. Today, you would say that he had something like a corporate identity or his trademark.

Andrea [00:05:07] I've only ever seen him in summer and winter, in shorts, white shorts, T-shirts, red stockings and suspenders.

Axel [00:05:16] He always walked around in white jeans cut off like this and then always had red ones, mostly red ones. Something like a knit stocking with suspender straps like this.

Andrea [00:05:26] The reason for this was that he was with the Boy Scouts as a child and they got into the rain during a hike and stuck at a monastery. And the nuns, they didn't know how to help themselves other than to give the boys dry things. And those were red stockings with suspenders. And then he stuck on these stockings, and so he walked around wearing these stockings even at minus ten degrees.

Axel [00:05:55] Who worked in the shop, his boys, they were then mostly, I know what, 18 19 20 25, they must have worked in the shop and were traveling with him, they all had to wear the same outfit all the time. They always looked like the five-time Jacob Sisters.

Andrea [00:06:12] So he also invited us to his house from time to time or made dinner and then always had his M├Ąuschen with him, his friends that he had. It was always M├Ąuschen, M├Ąuschen, Micha or M├Ąuschen I don't know. And he had M├Ąuschen Micha for quite a long time. These were always quite young guys, estimated to be in their early mid-20s, with whom he then dated. He just loved young men (laughs).

Axel [00:06:42] He never, as far as I can remember, he never wandered around the area alone. I think he also had a relatively eye-catching big car and then he always drove it, I would say, a bit of an advertising tour. And that was, of course, noticeable when he always appeared there with his three or four companions. And that was, of course, the older gay men in particular. It was nice when he arrived there as an old gay man with lots of young boys and they were always dressed relatively shrill and also tuned around a bit like that.

[00:07:20] Car horrons.

Axel [00:07:21] His autodrome was at Anhalter Bahnhof. It had two pillars. One had nothing to do with gay life. I even knew that as a child when I drove by there with my father. He said: Here you can drive a car without a driver's license.

Andrea [00:07:35] I can't even say how long Harry had that. He didn't talk about that, even with the disco. At some point, it simply wasn't anymore. And then that was it. It was very difficult for him to separate it.

Axel [00:07:47] So I knew that a lot of people went there by car. He then sometimes sat at the cash register in the morning. You could already see that from the outside. So afterwards when I knew he was gay. Then, of course, you also looked, what is he doing in this thing? And then he sat there in his suspenders at the cash register from time to time and did the shop in the morning and then went to his gay shops in the evening. He also had a disco. So there were some wooden shacks on this autodrome, because the autodrome was actually on a site that was a rubble plot, actually a dead no man's land. The only thing that was around the corner was that there was also the first gay sauna in Berlin, the Apollo Sauna. They also had their first shop across the street. That's why there were gay people in this corner from time to time. But the Autodrom wasn't a gay event.

[00:08:37] From the very beginning in his career and career. Join me in looking forward to a Zarah Leander parody suggested. Presented and performed by your our strapsharry. Zarah Leander.

[00:09:02] Original music Lachb├╝hne: Zarah Leander. I know a miracle is going to happen again.

Andrea [00:09:10] So the original Lachb├╝hne, which was on Bundesallee. That low-rise building. Harry lost the Lauchb├╝hne in Bundesallee because he no longer paid the rent. Did you dismiss him. That was a shame, because it was a really great room and 100 people fit in. And when Harry had to get out of the house, we moved to Anhalter Bahnhof. In this skyscraper, it was pretty high up. I had a show upstairs after the fall of the wall and was then able to watch the fireworks at the Brandenburg Gate. That was brilliant. Yes, then, among other things, we were at Walter Schreiber Platz once or twice. Harry had a hard rock disco there. It was a total contrast to all the travesty stories Harry made. It was really hard rock and we had a bit of concern when we were supposed to perform there, whether we were going to get banged up there or whether it would work. The second one happened, it arrived and we had a great evening. Yes, then we were also at Tempelhof Airport, where Harry was already over 90 and otherwise that was that afterwards... In the end, we even drove into the surrounding area because we were booked there. But that wasn't actually the Laughb├╝hne anymore.

[00:10:20] Zarah Leander fade-out.


Material

Figuren und Voices

Harry Toste war eine berliner Institution und Besitzer der Dreamboys Lachb├╝hne sowie Verpachter des Autodroms an der Prinz-Albrecht-Stra├če ecke Wilhelmstra├če.

Andrea Mohr war eine ehemalige Perfomerin und Kabaretistin in der Dreamboys Lachb├╝hne von Harry Toste aka. Strapsharry.